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ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

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ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?
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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Washington vs. Pontiac: Was der Kampf um Land für die Geburt der USA bedeutet

    30.05.2026 | 1 t. 14 min.
    George Washington ist 16 Jahre alt, als er 1748 zum ersten Mal ins
    Shenandoah Valley reist, ein weites Tal in den Appalachen. Ausgestattet
    ist er mit einem Landvermesser-Kompass, denn Ziel des Trips ist es, das
    Land jenseits der natürlichen Grenze zu erkunden. Jahre später wird
    Washington Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee, die dafür kämpft, dass
    die 13 Kolonien an der amerikanischen Ostküste von Großbritannien
    unabhängig werden. 1789 wird er zum ersten Präsidenten der USA gewählt.

    Doch seinen frühesten Eindruck von dem, was einmal die Vereinigten
    Staaten sein könnten, gewinnt der junge Mann aus Virginia auf der ersten
    Tour nach Westen: Schon bald begegnet er dort einer Gruppe von »30 odd
    Indians« – »30 seltsamen Indianern«, wie er notiert. Im Jahr 1750 kauft
    Washington 1459 Acre Land im Shenandoah-Tal, etwa sechs
    Quadratkilometer. Bis zu seinem Tod wird er Land wie dieses
    bewirtschaften und mit ihm spekulieren – Land, auf dem bereits Menschen
    leben: Angehörige der Shawnee, Creek oder Delaware. 

    In der neuen Folge von »Wie war das noch mal« erzählen wir, wie die USA
    auch aus dem Streben nach Land geboren wurden. Wir reisen ins
    historische Tal des Ohio, wo die Briten siedeln wollen, die Franzosen
    ihre älteren Ansprüche verteidigen und indianische Gruppen von Beginn an
    um ihre Unabhängigkeit kämpfen. Wir erzählen, wie der Ottawa-Anführer
    Pontiac mit seiner indianischen Allianz die Briten an den Rand einer
    Niederlage bringt und wie es den jungen USA schließlich gelingt, den
    Kampf um das Land doch für sich zu entscheiden. 

    Das aktuelle ZEIT-Geschichte-Heft »250 Jahre USA. Die Geburt der
    Vereinigten Staaten – und der Angriff auf das Erbe der Gründerväter«
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    Als Literatur für diese Folge haben wir unter anderem diese Bücher
    verwendet:

    - Colin G. Calloway: The Indian World of George Washington. The First
    President, the First Americans and the Birth of The Nation, Oxford
    University Press 2018
    - Aram Mattioli: Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer
    Nordamerikas, Klett-Cotta 2017
    - Volker Depkat: Die Amerikanische Revolution, C. H. Beck, München
    2026

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Hermann der Cherusker: Der Mythos vom ersten Deutschen

    25.04.2026 | 53 min.
    Am 16. August 1875 pilgern Tausende Menschen in den Teutoburger Wald bei
    Detmold. Dort wird das Hermannsdenkmal eingeweiht, eine Statue, wie
    Deutschland sie noch nicht gesehen hat. Inklusive Sockel ist sie 54
    Meter hoch, ein kolossaler Recke mit Flügelhelm: Hermann der Cherusker.
    Allein das Schwert, das er gen Westen – Richtung Frankreich – hebt,
    misst sieben Meter. Der Hermann ist zu dieser Zeit die höchste Statue
    der westlichen Welt. Am Festtag ist der Weg auf die Grotenburg, wo der
    Koloss steht, mit Tribünen gesäumt. Auch Kaiser Wilhelm I. gibt sich die
    Ehre, um den Triumph der Fertigstellung zu feiern.

    Doch der so pompös als Ur-Deutscher gefeierte Hermann hieß nicht immer
    so: Eigentlich trug er den Namen Arminius und war ein germanischer
    Stammesfürst. Er kommandierte römische Hilfstruppen der Cherusker
    zwischen Weser und Elbe. Und niemand hätte sich je an ihn erinnert,
    hätte er sich nicht im Jahr 9. n. Chr. aus unbekannten Gründen plötzlich
    gegen seinen Dienstherren, den römischen Statthalter in Germanien,
    Publius Quinctilius Varus, gewandt und diesen mitsamt seinen drei
    Legionen in einer großen Schlacht vernichtend geschlagen.

    In der neuen Folge von »Wie war das noch mal« begeben wir uns auf die
    Spuren des Arminius- und Hermannskultes. Wir besichtigen das
    Hermannsdenkmal bei Detmold und fragen, was im Jahr 9. n. Chr.
    eigentlich geschehen ist. Wir erzählen, wie aus der Varusschlacht am
    Rande des römischen Imperiums 1500 Jahre später ein deutscher
    Heldenmythos geboren wurde. Und wir reisen ins 19. Jahrhundert, als mit
    Napoleon ein neuer Feind diesem Mythos wieder Leben einhauchte und die
    Geschichte von Hermann dem Cherusker schließlich zur chauvinistischen
    Großmachterzählung wurde. Bis heute ist der angebliche Hermann ein
    Identitätsspender für rechtsradikale Germanenfans. Höchste Zeit, ihn
    sich einmal genauer anzusehen.

    Das aktuelle ZEIT-Geschichte-Heft »Wer sind die Deutschen? Und seit
    wann?« bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem
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    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter [email protected].

    Wir möchten uns sehr herzlich bei dem Schauspieler und Sprecher Fritz
    Stavenhagen bedanken, der uns die Erlaubnis gegeben hat, Auszüge aus
    seiner
    Einspielung aus Heinrich Heines »Deutschland. Ein Wintermärchen« in die
    Folge einzubauen. Seine Bibliothek gelesener deutscher Lyrik finden Sie
    hier.

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Das Lied der Deutschen und seine Geschichte

    04.04.2026 | 1 t. 9 min.
    Tapfer singen Kanzler Helmut Kohl, Außenminister Hans-Dietrich Genscher,
    Berlins Regierender Bürgermeister Walter Momper und
    SPD-Ehrenvorsitzender Willy Brandt am 10. November 1989, einen Tag nach
    dem Mauerfall, gegen einen Orkan gellender Pfiffe an: "Einigkeit und
    Recht und Freiheit …" Aber sie haben keine Chance. Das Volk vor dem
    Schöneberger Rathaus will das Lied an diesem Abend nicht hören. Die
    Kakofonie geht durch alle Nachrichtensendungen und sorgt für einen
    schiefen Ton in aller schwarz-rot-goldenen Euphorie. Mit ihrem ureigenen
    Lied, so scheint es, haben einige Deutsche nie ihren Frieden gemacht.
    Auch als die Mauer fällt und Berlin und das ganze Land wieder eins
    werden.

    Die Deutschen und ihre Hymne – das ist eine lange, komplizierte und
    faszinierende Geschichte, der sich die neue Folge von "Wie war das noch
    mal?" vor allem musikalisch nähert: Wir begeben uns auf die Spuren der
    Reise, die das "Lied der Deutschen" bis heute zurückgelegt hat, und
    hören immer wieder hin: Von Wien um 1800, als Joseph Haydn die Melodie
    ersann – wenn auch zu einem ganz anderen Zweck –, bis auf die Insel
    Helgoland, wo Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 die bald berühmten
    und später berüchtigten drei Strophen dichtete.

    Wir fragen, was das Lied den Deutschen bedeutete, als es noch keine
    Hymne war – und was der sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich
    Ebert erreichen wollte, als er es 1922 zum Nationalgesang erkor. Wir
    blicken auch auf die Zeit des Nationalsozialismus, als "Deutschland,
    Deutschland über alles" allenthalben als chauvinistische Drohung
    skandiert wurde und zur Begleitmusik von Pogrom, Angriffskrieg und
    Holocaust wurde. Und schließlich diskutieren wir die Frage: Haben wir
    Deutschen eigentlich kein anderes Lied in petto?

    Das aktuelle ZEIT-Geschichte-Heft "Wer sind die Deutschen? Und seit
    wann?" bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem
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    Für unseren Podcast haben wir folgende Literatur benutzt, die wir gerne
    empfehlen wollen:

    - Jörg Koch: "Einigkeit und Recht und Freiheit. Die Geschichte der
    deutschen Nationalhymne", Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2021
    - Kurt Reumann: "Die Geschichte der deutschen Nationalhymne", Frank &
    Timme Verlag, Berlin 2024
    - Bernt Ture von zur Mühlen: "Hoffmann von Fallersleben. Biographie",
    Wallstein Verlag, Göttingen 2010

    Wir möchten uns sehr herzlich bei den sogenannten Liedarchäologen
    Stephan Höning und Joachim Seltmann bedanken, die uns ihre Aufnahmen des
    "Liedes der Deutschen" und "Was ist des Deutschen Vaterland" zur
    Verfügung gestellt haben. Die beiden geschichtsbegeisterten Lehrer
    spielen historische Lieder ein und erzählen dazu die Geschichten, die
    sich in Texten und Melodien verbergen. Auf ihrer Internetseite sind
    viele davon zu sehen und zu hören, man findet sie auch bei YouTube.

    Bedanken wollen wir uns auch bei dem Komponisten und Musiker Örnólfur
    Eldon Thórsson, der uns seine Version der Melodie des Liedes "Freiheit"
    von Marius Müller-Westernhagen auf dem E-Piano eingespielt hat.

    Das "Trizonesien-Lied" stammt im Original vom bekannten Kölner
    Karnevalisten Karl Berbuer, der auch eine Reihe weiterer bekannter
    Karnevalsschlager gedichtet hat, wie zum Beispiel "Heidewitzka, Herr
    Kapitän". Hintergründe zum Song und zum Künstler gibt es hier.

    Tonaufnahmen von Sitzungen des Parlamentarischen Rats 1948/49, unter
    anderem die Gesangseinlage "Ich hab mich ergeben" vom 23. Mai 1949, gibt
    es hier.

    Unsere in der Sendung erwähnte Folge zum Parlamentarischen Rat und der
    Geburt des Grundgesetzes finden Sie hier.

    Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. Die Redaktion erreichen Sie per
    Mail unter [email protected].

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Die Macht der Siedler: Israel und das Westjordanland

    28.02.2026 | 1 t. 13 min.
    Unter einem Vorwand reist der Rabbi Moshe Levinger im April 1968 nach
    Hebron. Etwa 60 Mitstreiter begleiten ihn in diese Stadt im
    Westjordanland, das Israel im Vorjahr besetzt hat. Sie sind unterwegs in
    heiliger Mission: Vor Ort erklären sie sich zur "ersten Gruppe von
    Siedlern, die gekommen ist, die jüdische Gemeinde in Hebron zu
    erneuern". Denn sie betrachten das Westjordanland als Teil des
    Territoriums, das Gott den Juden verheißen hat. Und bald entsteht dort
    am Rand von Hebron eine der ersten jüdischen Siedlungen.

    Heute sind die Siedler politisch so einflussreich wie nie zuvor – und
    gelten als eine der großen Hürden für einen Frieden mit den
    Palästinensern. Im Schatten des Gazakrieges eskaliert zunehmend auch im
    Westjordanland die Gewalt. Immer rücksichtsloser treibt die israelische
    Regierung dort die Besiedelung voran und damit in den Augen von
    Kritikern eine faktische Annexion. 

    In unserer neuen Sendung zeichnen wir die Geschichte dieser
    Siedlerbewegung nach, seit ihren Anfängen 1967, als Israel im
    Sechstagekrieg Besatzungsmacht wurde und plötzlich die Kontrolle über
    das Westjordanland erlangte. Der Historiker Moshe Zimmermann ordnet für
    uns ein, wie radikalreligiöse Aktivisten wie Levinger dort auf eigene
    Faust Fakten schafften und die Politik unter Zugzwang setzten. Damals
    begannen auch säkulare Israelis, die Ziele der Siedler zu unterstützen.
    Es war die Beinahe-Niederlage im Jom-Kippur-Krieg sieben Jahre nach
    diesen Anfängen, die der Siedlerbewegung einen entscheidenden Schub
    verschaffte.

    Wir nehmen das Jahr 1977 in den Blick, als der konservative Likud-Block
    erstmals an die Macht gelangte. Nun forcierte die israelische Regierung
    selbst die systematische Besiedlung des Westjordanlandes, ohne Rücksicht
    auf das Völkerrecht. Wir berichten von der Rebellion der Siedlerbewegung
    gegen den Friedensprozess der 1990er-Jahre und von den Terroranschlägen,
    die Siedler und Palästinenser gegeneinander verübt haben. Außerdem
    fragen wir: Wer sind die rechtsextremen Siedler, die heute als Minister
    Benjamin Netanjahus Kabinett angehören? Steht eine offizielle Annexion
    des Westjordanlandes bevor? Und ist eine Zweistaatenlösung durch die
    etwa 700.000 Siedler inzwischen unmöglich geworden? Unser aktuelles Heft
    "Israel und Palästina" bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel.
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    Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. 

    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter [email protected].

    Für unsere Sendung haben wir folgende Literatur benutzt, die wir gerne
    empfehlen möchten:

    Idith Zertal, Akiva Eldar: Die Herren des Landes. Israel und die
    Siedlerbewegung seit 1967, München 2007

    Sara Yael Hirschhorn: City on a Hilltop. American Jews and the Israeli
    Settler Movement, Cambridge, Massachusetts 2017

    Moshe Zimmermann: Niemals Frieden? Israel am Scheideweg, Propyläen
    Verlag, Berlin 2024

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Eine Ankündigung

    13.01.2026 | 2 min.
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Om ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?
Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse? War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die Frauen in der Geschichte? Wir stellen Fragen an die Vergangenheit, beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das alles mit heute zu tun hat. Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen Hefts von ZEIT Geschichte. Die Hosts von "Wie war das noch mal?", Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur und Redakteurin bei ZEIT Geschichte. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
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