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Alles gesagt?

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  • Alles gesagt?

    Joschka Fischer, was trauen Sie Deutschland noch zu? Und der Welt?

    22.09.2026 | 1 t. 41 min.
    Er ist Deutschlands wichtigster Deuter der Weltpolitik, war Vizekanzler
    und Außenminister – und ist nun zum zweiten Mal zu Gast im unendlichen
    Podcast. Im April 2026 sprach Joschka Fischer in einer zeitlich
    begrenzten Sonderfolge mit Jochen Wegner und Christoph Amend: (Fast)
    »Alles gesagt?«, live aufgenommen zum 80. Geburtstag der ZEIT im
    Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Auf vielfachen Wunsch setzt er das
    allzu kurze Gespräch nun fort – am Tag nach der Landtagswahl in
    Mecklenburg-Vorpommern und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin.
    Fischer erklärt, warum ihn der Triumph der AfD, einer Partei mit
    »Elementen, die man als nationalsozialistisch bezeichnen muss«, nach
    allem, was Deutschland zu verantworten hat, so tief trifft. Er spricht
    über Antisemitismus von rechts und von links, über die Glaubwürdigkeit
    von Friedrich Merz, den Absturz der CDU und die Gefahr, dass die AfD den
    Platz der Konservativen einnehmen könnte. Das Rentensystem habe keine
    Zukunft, warnt er – das sei keine Frage der Politik, sondern der
    Mathematik. Und er beschreibt die deutsche Einheit als historischen
    Übergangsprozess, bei dem unterschätzt wurde, dass zwei deutsche
    Identitäten aufeinandertrafen, die bis heute nachwirken.
    Es geht um die neuen Machtblöcke der Weltpolitik: Russland nennt Fischer
    den »gefährlichsten Spieler«, Trumps Politik ein unfreiwilliges »Make
    China Great«. Er erinnert sich an den 11. September 2001, als er, damals
    Außenminister, in sein Vorzimmer kam und seine Mitarbeiter schockiert
    vor dem Fernseher vorfand. Er erzählt von seiner Freundschaft mit
    Madeleine Albright und davon, was er von ihr über »die gigantische
    Verantwortung« einer amerikanischen Regierung lernte. Und er erklärt,
    warum Europa eine eigene Sicherheitsgemeinschaft braucht – und
    Deutschland dennoch keine Atomwaffen anstreben sollte.
    Fischer schildert den Farbbeutelwurf auf dem Grünenparteitag 1999 in
    Bielefeld – »ich hätte mich am liebsten auf den Kerl gestürzt« – und was
    ihm bei Gerhard Schröders Auftritt in der »Elefantenrunde« nach der
    Bundestagswahl 2005 durch den Kopf ging. Er spricht über Extinction
    Rebellion und Fridays for Future und erläutert, warum Protestbewegungen
    stets Gefahr laufen, ihrem eigenen Radikalismus zum Opfer zu fallen.
    Außerdem erzählt er von seinen ersten Reisen per Anhalter nach
    Frankreich und Italien – »mit dem Daumen hoch an der Autobahnausfahrt«
    –, vom ersten Besuch in Großbritannien und vom Schock über das britische
    Essen.
    Joseph Martin Fischer wurde 1948 in Gerabronn geboren. Seine Eltern
    waren als Heimatvertriebene aus Ungarn nach Deutschland gekommen. 1985
    wurde er in weißen Nikes als hessischer Umweltminister vereidigt – als
    erster grüner Minister in Deutschland – und war fortan als
    »Turnschuhminister« bekannt.
    Nach einer Stunde und 41 Minuten beendet Joschka Fischer das Gespräch
    mit demselben Schlusswort wie im ersten Teil: »Tennessee«.
    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Sophie Hübner, Hannah Schraven, Vincent Mank
    Gästemanagement: Paula Georgi, Anna Vahldick
    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an:
    allesgesagt@zeit.de.

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  • Alles gesagt?

    Wolfram Weimer, übersteht das die CDU? Und Friedrich Merz?

    14.09.2026 | 4 t. 25 min.
    Wolfram Weimer ist Kulturstaatsminister der Bundesregierung – und einer
    der umstrittensten Amtsinhaber, die dieses Ressort bisher hatte. Er
    arbeitete als Journalist, Verleger und Medienunternehmer, bevor ihn
    Friedrich Merz 2025 ins Kabinett holte. Jetzt ist er zu Gast im
    unendlichen Podcast.
    Im Gespräch geht es um Weimers Rolle als Kulturstaatsminister, um die
    heftige Kritik, die seine Berufung von Beginn an begleitet hat, und um
    sein freundschaftliches Verhältnis zu Friedrich Merz. Wolfram Weimer
    spricht über den Erfolg der AfD, über die Krise der CDU und über seine
    eigenen Fehler im Amt. Er schwärmt vom Erfolg des grünen Politikers Cem
    Özdemir in Baden-Württemberg und erklärt, wie er selbst zum Feindbild
    der Rechten wurde.
    Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt kreist das
    Gespräch auch um die politische Mitte in Deutschland, die nach Weimers
    Eindruck zu lange zu still geblieben ist. Er spricht über einen Wandel
    in der öffentlichen Debatte von Verteilungs- hin zu Identitätsfragen und
    darüber, dass historische Orte und nationale Symbole nicht
    Rechtsradikalen überlassen werden dürften.
    Wolfram Weimer erinnert sich an sein Studium in Frankfurt, an seine
    Rebellion gegen 68er-Lehrer und -Professoren und an den Kauf seiner
    ersten Aktie als Student. Er spricht darüber, dass sich für ihn die Zeit
    zwischen dem Fall der Mauer 1989 und dem 11. September 2001 so angefühlt
    habe, als habe sich das Modell einer liberalen marktwirtschaftlichen
    Gesellschaft durchgesetzt – und warum diese vermeintliche Gewissheit
    gegenwärtig zu zerbrechen drohe.
    Wolfram Weimer wurde 1964 in Gelnhausen geboren. Er wuchs in einem
    Lehrerhaushalt auf und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in
    Portugal. Später studierte er Geschichte, Germanistik und
    Politikwissenschaft und promovierte über die Bank of North America. 
    Seine journalistische Karriere begann er bei der »Frankfurter
    Allgemeinen Zeitung«, später wurde er Chefredakteur der Tageszeitung
    »Die Welt«. 2004 gründete er das politische Magazin »Cicero«, dessen
    Redaktion er als Verleger und Chefredakteur führte. 2011 wurde er
    kurzzeitig Chefredakteur des Magazins "Focus", 2012 gründete er
    gemeinsam mit seiner Frau das Unternehmen Weimer Media Group.
    Nach 4 Stunden und 25 Minuten beendet Wolfram Weimer das Gespräch. Denn
    das kann bei »Alles gesagt?« nur der Gast.

    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Sophie Hübner, Hannah Schraven, Vincent Mank, Sophia Hubel
    (freie Redakteurin) 
    Gästemanagement: Paula Georgi, Anna Vahldick
    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an:
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  • Alles gesagt?

    Caroline Wahl, wie schreibt man Bestseller?

    26.08.2026 | 2 t. 58 min.
    Caroline Wahl wurde mit ihrem Debütroman 22 Bahnen schlagartig zu einem
    der bekanntesten Namen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Das
    Buch stand monatelang auf der Bestsellerliste und verkaufte sich über
    eine Million Mal. Jetzt ist der »Shootingstar der deutschen Literatur«,
    wie der Spiegel schrieb, zu Gast im unendlichen Podcast.
    Im Gespräch erzählt Caroline Wahl, wie sie aus Frust über ihre Arbeit in
    einem Verlag in Zürich ihren ersten Roman schrieb – in nur drei Monaten,
    abends und am Wochenende. Sie berichtet von der Resonanz auf die ersten
    Seiten, von der Auktion um das Manuskript, von ihrem kometenhaften
    Erfolg und von Lesereisen durch kleine Städte, von einsamen Hotelzimmern
    und Stofftieren als Begleitern unterwegs. Es geht um das Schreiben als
    Sprung in andere Lebensrealitäten, um die jungen Frauen in ihren
    Romanen, die sich unter schwierigen Bedingungen behaupten müssen, und um
    die Frage, warum gerade sie solche Figuren erzählt, obwohl sie selbst
    aus einer behüteten Familie stammt.
    Caroline Wahl spricht über Erfolg und die Angst, ihn wieder zu
    verlieren, über Öffentlichkeit und die Zuschreibungen, die mit ihr
    einhergehen, über ihre Liebe zur Mathematik und über ihren neuen Roman:
    die Geschichte einer jungen Hochstaplerin, die mit wechselnden
    Identitäten durch soziale Welten driftet.
    Caroline Wahl wurde 1995 in Mainz geboren, wuchs in Schriesheim bei
    Heidelberg auf und lebt heute in Kiel. Ihre Mutter war
    Grundschullehrerin, ihr Vater Chirurg. Früh fand sie über das Lesen zur
    Literatur; später arbeitete sie in Verlagen. Ihr neuer Roman 1999 Meter
    über dem Meer erscheint am 26. August 2026 bei Rowohlt.

    Nach 2 Stunden und 58 Minuten beendet Caroline Wahl das Gespräch, denn
    das darf bei Alles gesagt? nur die Gästin.
    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Svenja Heinrichs, Sophie Hübner, Vincent Mank, Hannah
    Schraven, 
    Gästemanagement: Paula Georgi, Anna Vahldick
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  • Alles gesagt?

    Katja Hoyer, wie zerbricht eine Demokratie?

    18.08.2026 | 5 t. 31 min.
    Sie ist eine der bekanntesten deutschen Historikerinnen und gilt in
    ihrer Wahlheimat Großbritannien als Deutschlanderklärerin. Sie wird
    immer dann besonders aufmerksam gelesen, wenn es um die Frage geht, wie
    Demokratien ins Wanken geraten. 2026 hat sie ein Buch zur Weimarer
    Republik veröffentlicht, in dem sie von der jungen Demokratie und deren
    Fall in den Nationalsozialismus erzählt. Jetzt ist Katja Hoyer zu Gast
    im unendlichen Podcast.
    Im Gespräch erklärt sie, welche Lehren wir heute aus der Weimarer
    Republik ziehen können – und welche nicht. Sie erzählt, wie politische
    Radikalisierung nicht im Abstrakten, sondern im Alltag beginnt, und
    fragt, warum Menschen, die vorher eher unpolitisch waren, sich
    autoritären Bewegungen zuwenden. Ihr Buch »Weimar: Glanz und Grauen der
    deutschen Geschichte« berichtet auch anhand der Tagebücher des Weimarer
    Bürgers Carl Weirich von diesen Prozessen.
    Katja Hoyer spricht auch über das Thema, mit dem sie international
    bekannt wurde: ihre Forschung zur DDR. Sie selbst ist 1985 in der
    ehemaligen Wilhelm-Pieck-Stadt Guben in der DDR geboren. Ihr Vater war
    Offizier in den Luftstreitkräften der NVA und Elektroingenieur, ihre
    Mutter Lehrerin. Sie berichtet von ihrer Schulzeit in Brandenburg, von
    ihrem »Dickschädel«, der ihr schon als Schülerin Ärger einbrachte, und
    davon, wie sie sich mit Harry Potter und BBC-Hörspielen selbst Englisch
    beibrachte. Heute lebt und schreibt sie in Großbritannien. Und berät
    König Charles in britisch-deutschen Fragen.
    Katja Hoyers Buch »Beyond the Wall«, in Deutschland 2023 unter dem Titel
    »Diesseits der Mauer« erschienen, wurde in ihrer Wahlheimat viel gelesen
    und in Deutschland kontrovers diskutiert. Im Podcast spricht sie über
    ihre Methode, Geschichte nicht als Abfolge politischer Ereignisse,
    sondern über die Lebenswirklichkeiten einzelner Menschen zu erzählen –
    und warum das mitunter Diskussionen auslöst.
     

    Nach 5 Stunden und 31 Minuten beendet Katja Hoyer das Gespräch, denn das
    darf bei »Alles gesagt?« nur die Gästin.

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  • Alles gesagt?

    Maren Kroymann, was ist guter Humor?

    30.07.2026 | 5 t. 36 min.
    Sie ist Schauspielerin und Kabarettistin, Musikerin und Entertainerin.
    Einem Millionenpublikum wurde sie durch die TV-Serie »Oh Gott, Herr
    Pfarrer« bekannt, später war sie die Hauptdarstellerin in den nach ihr
    benannten Comedyserien »Nachtschwester Kroymann« und »Kroymann«. Und
    jetzt ist Maren Kroymann zu Gast im unendlichen Podcast.

    Maren Kroymann wurde 1949 im niedersächsischen Walsrode geboren und ist
    in Tübingen aufgewachsen. Ihr Vater war Professor für Klassische
    Philologie, ihre Mutter Romanistin. In den 1970er-Jahren zog sie nach
    West-Berlin und studierte auf Lehramt; 1977 bestand sie das Erste
    Staatsexamen. Mit ihrem Bühnenprogramm »Auf du und du mit dem
    Stöckelschuh« wurde Maren Kroymann 1982 dem Kabarettpublikum bekannt,
    von 1985 an trat sie regelmäßig in der legendären TV-Kabarettsendung
    »Scheibenwischer« auf. Sie wurde mehrfach mit dem Grimme-Preis und mit
    dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Ihr wurden das
    Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und der
    Verdienstorden des Landes Berlin verliehen.

    Mit Christoph Amend und Jochen Wegner spricht Maren Kroymann über ihren
    Weg auf die Bühne und die Rollen ihres Lebens, über Humor und Feminismus
    – und über die Leihmutterschaftsdebatte, die der Politiker Jens Spahn
    ausgelöst hat. Sie erinnert sich an ihre schwäbische Heimat, an prägende
    Aufenthalte in Paris und in den USA – und an ihr Coming-out in den
    1990er-Jahren. Außerdem erzählt sie, wie sie während ihres Studiums in
    den 1970er-Jahren wegen ihrer politischen Haltung von konservativen
    Professoren auf eine »schwarze Liste« gesetzt wurde.

    Nach 5 Stunden und 37 Minuten beendet Maren Kroymann das Gespräch, denn
    das darf bei »Alles gesagt?« nur die Gästin.
    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Sophie Hübner, Hannah Schraven, Vincent Mank, Sophia Hubel
    (Freie Mitarbeit)  
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Om Alles gesagt?
Wir befragen außergewöhnliche Menschen – so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt “alles gesagt” sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei Stunden dauern. Die Interviewer, Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT und Jochen Wegner, Chefredakteur der ZEIT, sind auf alles vorbereitet – und haben hunderte Fragen und meistens auch ein paar Spiele für ihren Gast dabei. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo Neben unserem unendlichen Podcast gibt es in der ZEIT und auf zeit.de noch einiges mehr zu entdecken. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/allesgesagt-abo
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